Joseph Croitoru: Israels Parteienlandschaft – Geschichte und aktuelle Lage

Stadtarchiv Dortmund Märkische Str. 14, Dortmund

Die israelische Parteienlandschaft ist aufgrund ihres ständigen Wandels nicht immer leicht überschaubar. Bei der letzten Wahl im November 2022 hat sich ein schon länger zu beobachtender Trend dramatisch manifestiert: Israels "politische Mitte", die einst von der linksorientierten Arbeitspartei beherrscht wurde, ist noch einmal nach rechts gerückt. Die Linke und damit das Friedenslager sind zum Randphänomen geworden. Der Historiker und Journalist […]

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Yonat Shlezinger erzählt

Mahn- und Gedenkstätte Steinwache Steinstr. 50, Dortmund

Die Eltern der Israelin Yonat Shlezinger kamen aus sehr verschiedenen Kulturen: Der Vater aus Thüringen und die Mutter aus dem Grenzgebiet Ukraine-Polen. Beide haben die Shoah auf verschiedene Weise überlebt. Diese (Über-)Lebensgeschichten zu erzählen, hat ihre Tochter auf sich genommen. Aber an diesem Abend wird es auch um Fragen gehen, die die Zeit nach der Schoah betreffen: Wie ist das, […]

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Marina Weisband: Digitale Werteordnung für eine plurale Gesellschaft

Kino im U Leonie-Reygers-Terrasse, Dortmund

Fake News, Hate Speech, Echokammern – niemand leugnet, dass sie gebraucht wird, die digitale Werteordnung. Entscheidend wird aber sein, nach welchen und vor allem nach wessen Regel und Werten diese Netzöffentlichkeit gestaltet sein soll. Welches Erfahrungswissen bildet die Grundlage? Was sind die Auswirkungen der digitalen "public sphere", der neuen digitalen Öffentlichkeit? Diesen Fragen stellt sich Marina Weisband im Rahmen des […]

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Uffa Jensen: Ein antisemitischer Doppelmord

Mahn- und Gedenkstätte Steinwache Steinstr. 50, Dortmund

Am 19. Dezember 1980 wurden Shlomo Lewin und seine Lebensgefährtin Frida Poeschke in ihrem Haus in Erlangen erschossen. Statt den Spuren nachzugehen, die zur rechtsextremistischen "Wehrsportgruppe Hoffmann" führten, konzentrierten sich die Ermittler lange auf das Umfeld Lewins. Die genauen Umstände der Bluttat blieben ungeklärt. Kaum ein zeitgeschichtlich bedeutendes Ereignis wurde so aggressiv vergessen wie dieser antisemitische Doppelmord. Der Historiker Prof. […]

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Thilo Scholle: Paul Levi. Linkssozialist – Rechtsanwalt – Reichstagsmitglied

Stadtarchiv Dortmund Märkische Str. 14, Dortmund

Paul Levi (1883–1930) zählt zu den interessantesten Persönlichkeiten der politischen Linken in der Weimarer Republik. Als Rechtsanwalt wurde er zum engen Vertrauten Rosa Luxemburgs und übernahm nach ihrem Tod für kurze Zeit den Vorsitz der gemeinsam gegründeten Kommunistischen Partei. Nach seinem Ausschluss aus der KPD und der Rückkehr zur Sozialdemokratie wurde er als Reichstagsabgeordneter und Herausgeber der Zeitschrift "Sozialistische Politik […]

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Jüdische Postkarten. Eine Quelle zur Kulturgeschichte 1890-1939

Stadtarchiv Dortmund Märkische Str. 14, Dortmund

Grußpostkarten wurden nach 1869 in vielen Ländern zugelassen und verbreiteten sich rasch. Im Jahr 1900 wurden 955 Millionen Postkarten alleine im Deutschen Reich verschickt. Die Westwanderung osteuropäischer Jüdinnen und Juden riss hunderttausende Familien auseinander. Vier Millionen Menschen wanderten zwischen 1880 und 1924 aus Osteuropa, der Donaumonarchie mit der jüdisch gesehen bevölkerungsreichsten Provinz Galizien, dem Russischen Zarenreich und Rumänien, in den […]

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Erinnern als höchste Form des Vergessens. (Um-)Deutungen des Holocaust und der „Historikerstreit 2.0“

Mahn- und Gedenkstätte Steinwache Steinstr. 50, Dortmund

Vor dem Hintergrund des sich seit über zwei Jahren in der deutschsprachigen Öffentlichkeit abspielenden „Historikerstreit 2.0“ wird immer wieder über die Bedeutung des Holocaust gestritten: Was war der Holocaust und was war er nicht? Inwiefern ist er „präzedenzlos“? Wie wird an ihn erinnert, wie sollte es getan werden? Wer bestreitet seine Präzedenzlosigkeit und welche politischen Folgen bringt das mit sich? […]

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Kabarettistinnen in der Weimarer Republik und im „Dritten Reich“

VHS Dortmund Kampstraße 47, Dortmund

Der Vortrag möchte an Kabarettistinnen erinnern, die auch noch in den dunkelsten Jahren der deutschen Geschichte mit der Waffe des Wortes Widerstand gegen den Machtmissbrauch der Herrschenden geleistet haben. In Kleinkunstkellern – wie in der „Katakombe“ und im „Kabarett der Komiker“ in Berlin oder in der Münchner „Pfeffermühle“ – haben Wortakrobatinnen mit Parodien, Satiren und Flüsterwitzen versucht, das „Dritte Reich“ […]

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