• Jüdische Postkarten. Eine Quelle zur Kulturgeschichte 1890-1939

    Stadtarchiv Dortmund Märkische Str. 14, Dortmund

    Grußpostkarten wurden nach 1869 in vielen Ländern zugelassen und verbreiteten sich rasch. Im Jahr 1900 wurden 955 Millionen Postkarten alleine im Deutschen Reich verschickt. Die Westwanderung osteuropäischer Jüdinnen und Juden riss hunderttausende Familien auseinander. Vier Millionen Menschen wanderten zwischen 1880 und 1924 aus Osteuropa, der Donaumonarchie mit der jüdisch gesehen bevölkerungsreichsten Provinz Galizien, dem Russischen Zarenreich und Rumänien, in den […]

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  • Erinnern als höchste Form des Vergessens. (Um-)Deutungen des Holocaust und der „Historikerstreit 2.0“

    Mahn- und Gedenkstätte Steinwache Steinstr. 50, Dortmund

    Vor dem Hintergrund des sich seit über zwei Jahren in der deutschsprachigen Öffentlichkeit abspielenden „Historikerstreit 2.0“ wird immer wieder über die Bedeutung des Holocaust gestritten: Was war der Holocaust und was war er nicht? Inwiefern ist er „präzedenzlos“? Wie wird an ihn erinnert, wie sollte es getan werden? Wer bestreitet seine Präzedenzlosigkeit und welche politischen Folgen bringt das mit sich? […]

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  • Kabarettistinnen in der Weimarer Republik und im „Dritten Reich“

    VHS Dortmund Kampstraße 47, Dortmund

    Der Vortrag möchte an Kabarettistinnen erinnern, die auch noch in den dunkelsten Jahren der deutschen Geschichte mit der Waffe des Wortes Widerstand gegen den Machtmissbrauch der Herrschenden geleistet haben. In Kleinkunstkellern – wie in der „Katakombe“ und im „Kabarett der Komiker“ in Berlin oder in der Münchner „Pfeffermühle“ – haben Wortakrobatinnen mit Parodien, Satiren und Flüsterwitzen versucht, das „Dritte Reich“ […]

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  • Widerstand damals und heute: Puppentheater und Kunst

    Jüdische Kultusgemeinde Prinz-Friedrich-Karl-Str. 9, Dortmund

    Individuelle und gemeinsame Geschichten von Jüdischen, Sinti- und Roma-Kulturen als Teil von (Über-)Lebensstrategien - die Geschichte jüdischer und Romani Kulturen in Deutschland hat eine lange und gemeinsame Tradition, auch in Dortmund. Hier lebten jüdische Menschen und Sinti bereits im Mittelalter Tür an Tür, beispielsweise in der Münsterstraße. Im Rahmen der Veranstaltung soll der Dialog über die gemeinsame Geschichte und Gegenwart […]

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  • Das Militärrabbinat – Bedeutung, Aufgaben und aktuelle Herausforderungen

    Jüdische Kultusgemeinde Prinz-Friedrich-Karl-Str. 9, Dortmund

    2020 wurden die ersten Militärrabbiner in der Geschichte der Bundeswehr bestellt. Seit 2021 übt Rabbiner Zsolt Balla das Amt des Militärbundesrabbiners aus. Als solcher fungiert er als oberster jüdischer Militärseelsorger und hat die religiöse Leitung des Militärrabbinats inne. Was macht ein Militärrabbiner? Welche ethischen Positionen zum Krieg finden sich im Judentum? Welche Rolle spielt Antisemitismus in der Bundeswehr? Diese und […]

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  • Konstellationen nach dem 7. Oktober

    Auslandsgesellschaft Steinstraße 48, Dortmund

    Israels Verteidigung und der Antisemitismus der iranischen Achse Vortrag und Diskussion mit Stephan Grigat Das Massaker der Hamas in Südisrael war nur durch Unterstützung aus Teheran möglich, und die Politik des iranischen Regimes und seiner Verbündeten sind nur zu verstehen, wenn man den antisemitischen Kern der Ideologie der iranischen Machthaber und der Terrorarmeen an den Grenzen Israels in das Zentrum […]

  • Der Novemberpogrom 1938 in Dortmund

    Mahn- und Gedenkstätte Steinwache Steinstr. 50, Dortmund

    In der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 begann in Dortmund, wie im gesamten Deutschen Reich, ein gewalttätiger Angriff auf die jüdischen Bürger:innen der Stadt. Vor allem Männer der SA und der SS sowie Parteimitglieder fielen in jüdische Wohnungen, Geschäfte und Gotteshäuser ein, zerschlugen Einrichtungen, steckten die Hörder Synagoge in Brand, erpressten und raubten jüdischen Besitz, demütigten und […]

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  • Abgesagt Paul Hirsch (1868-1940). Sozialdemokrat, Ministerpräsident in Preußen und Dortmunder Bürgermeister

    Stadtarchiv Dortmund Märkische Str. 14, Dortmund

    Als erster demokratisch gewählter Ministerpräsident von Preußen war Paul Hirsch einer der Nachfolger Bismarcks. Zuvor hatte sich Hirsch als ein führender Kommunalexperte der SPD des Kaiserreichs profiliert. Im Weltkrieg bemühte sich Hirsch im Streit über Kriegskredite und "Burgfrieden" lange um das Zusammenhalten der auseinanderstrebenden Kräfte. Vom November 1918 bis März 1920 führte er Koalitionen der SPD zunächst in den Revolutionswochen […]

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  • Formen des gegenwärtigen Antisemitismus. „Schuldkult“, documenta fifteen und der 7. Oktober

    Mahn- und Gedenkstätte Steinwache Steinstr. 50, Dortmund

    Die Delegitimierung Israels und historische Relativierungen zählten stets zum Repertoire des Antisemitismus nach der Shoah. Doch heute brechen sich diese Phänomene mit erstaunlicher Macht lagerübergreifend und international Bahn. Während klassische Nationalisten behaupten, die Deutschen würden mittels "Schuldkult" daran gehindert, ein "souveränes Volk" zu sein, skandieren selbsterklärte Progressive "Free Palestine from German Guilt". Der Vortrag geht den Elementen dieser neuen Weltanschauung […]

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  • 80 Jahre nach Auschwitz: Zur Gewalt des Antisemitismus heute

    Museum für Kunst und Kulturgeschichte Hansastr. 3, Dortmund

    Am Internationalen Holocaust-Gedenktag geht es 80 Jahre nach der Befreiung von Auschwitz um Antisemitismus heute. Antisemitismus findet sich nicht nur in politischen Bewegungen der radikalen Rechten, sondern auch in der "Mitte der Gesellschaft" und in vom Selbstverständnis her "progressiven" Kreisen, wie der Rap- oder Kunstszene. Der Vortrag widmet sich den unterschiedlichen Formen der offenen und versteckten Judenfeindschaft anhand von aktuellen […]

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  • Antijudaismus bei Bach?

    Sankt Reinoldi Ostenhellweg 2, Dortmund

    Die Chorszenen aus Passionsvertonungen von Johann Sebastian Bach gehen unter die Haut und verstärken antijüdische Narrative der christlichen Tradition. Kirchenmusik ist Verkündigung. Können wir alte Musik aufführen, deren Inhalt konträr zu den theologischen Erkenntnissen, Beschlüssen und Handlungsoptionen der der heutigen Kirchen stehen? Wie gelingt eine Aktualisierung der Stücke? Welche Verantwortung haben wir heutigen Ausführenden und Zuhörenden gegenüber? Christa Kirschbaum war […]

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  • Fritz Bauer. Eine Biographie 1903-1968

    Mahn- und Gedenkstätte Steinwache Steinstr. 50, Dortmund

    Fritz Bauer setzte sich sein Leben lang für die Verwirklichung der Menschenrechte und eine freiheitliche Demokratie ein. Der Jurist wurde 1933 wegen seiner SPD-Mitgliedschaft und seiner jüdischen Abstammung von den Nationalsozialisten inhaftiert. Zwei Jahre später emigrierte Bauer nach Dänemark, 1943 nach Schweden. Nach Kriegsende kehrte er nach Deutschland zurück und trat wieder in den Justizdienst ein. Als Generalstaatsanwalt in Braunschweig […]

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