Im Oktober jährt sich der Terrorangriff der Hamas auf Israel vom 7. Oktober 2023 zum dritten Mal. An diesem Tag wurden während des jüdischen Feiertags Simchat Tora mehr als 1.200 Menschen ermordet. Es war der schwerste antisemitische Gewaltakt seit der Shoah. Auf das Massaker folgte weltweit ein deutlicher Anstieg antisemitischer Vorfälle – eine Entwicklung, die bis heute anhält. In den […]
Die Ausstellung porträtiert zehn Überlebende der NS-Verfolgung in der Ukraine. Sie waren als Jugendliche zur Zwangsarbeit deportiert oder mit ihren Eltern verschleppt worden, einige wurden in der Zwangsarbeit geboren. Porträtiert werden auch Rom*nja, die die deutsche Besatzung erlebten. Der ukrainische Fotograf Kostyantyn Chernichkin hat die Menschen, deren Alltag vom Krieg geprägt ist, 2024 und 2025 besucht. Die Ausstellung wurde entwickelt […]
Mit der Säkularisierung im 19. Jahrhundert wurden Friedhöfe zur kommunalen Aufgabe. Doch schon zu Beginn des 20. Jahrhunderts zeichnete sich ab, dass die neuen kommunalen Friedhöfe bald an ihre Kapazitätsgrenze stoßen würden. So entschloss man sich zur Anlage eines großen zentralen Friedhofs. Bereits bei seiner Planung wurde für die Verstorbenen jüdischen Glaubens ein eigenes Gräberfeld vorgesehen. Im März 1921 besichtigten […]
Die Pogromnacht am 9. November 1938, in der Synagogen angezündet, jüdische Geschäfte geplündert und Jüdinnen und Juden gedemütigt und getötet wurden, steht beispielhaft für das Leid, das Jüdinnen und Juden im Nationalsozialismus und in der Schoah zugefügt wurde, auch in Dortmund. Im Ökumenischen Gedenken wollen wir an die jüdischen Gemeinden in Dortmund erinnern und darauf schauen, was wir heute im […]
Unsere Erinnerungskultur muss sich verändern. Susanne Siegert plädiert in ihrem gleichnamigen Buch (Piper-Verlag 2025) für eine pluralistische, neue Gedenkarbeit mit einem Schwerpunkt auf der Verantwortung der Nachfahren der Tätergeneration anstelle unserer „einstudierten“ gemeinsamen Rückschau mit den Opfern. Es geht um weniger bekannte NS-Verbrechen, um weniger bekannte Orte, um bisher vernachlässigte Opfergruppen. Gleichzeitig zeigt dieses Buch, wie wichtig eine aktivere, vielfältigere […]
Daniel Freitag analysiert, wie das wandelbare Chamäleon des Antisemitismus gegenwärtig in christlich und islamisch geprägten Social-Media-Diskursen in Erscheinung tritt. Ausgehend von aktuellen Ansätzen der Antisemitismusforschung werden anhand von Fallbeispielen Beiträge, Kommentare und digitale Deutungsmuster untersucht, in denen religiöse Traditionen, antiisraelische Semantiken, antizionistische Feindbilder und Verschwörungsmythen ineinandergreifen. Damit stellt sich zugleich die Frage, wie universitäre Theologie und interdisziplinäre Antisemitismusforschung zur Stärkung […]
Seit Jahrhunderten lebten Jüdinnen und Juden im ländlichen Westfalen. Ihre Lebenswelt wurde in der NS-Zeit brutal zerstört. Der Historiker und Journalist Gisbert Strotdrees rekonstruiert in seinem Vortrag das jüdische Dorf- und Kleinstadtleben zwischen Rhein und Weser. Der Autor lässt die Lebensumstände und Schicksale der jüdischen Minderheit durch die Jahrhunderte lebendig werden, thematisiert ihre Verfolgung und Ermordung in der NS-Zeit, aber […]
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